Akne betrifft nicht nur Jugendliche in der Pubertät. Akne kann bei jedem in jedem Alter auftreten. Meist verkünden Fachleute, dass die Ernährung so gut wie keinen Einfluss auf eine Akne habe. Gleichzeitig wissen sie offenbar nichts von der direkten Verbindung zwischen Darmgesundheit und Akne. Und so werden bei Akne Medikamente verschrieben, die schädliche Nebenwirkungen haben können – und dabei die Akne in vielen Fällen nicht einmal verbessern. Bei Akne gibt es jedoch ganzheitliche Massnahmen, die nicht nur helfen, die Akne zu lindern, sondern gleichzeitig ausschliesslich positive Nebenwirkungen haben.

Akne – Eine Frage des Hauttyps?

Manche Menschen haben in der Tat eine Haut, die für Akne anfällig ist. "Anfällig" bedeutet jedoch nicht, dass bei diesem Hauttyp die Akne in jedem Fall auftreten muss, sondern nur, dass die Akne dann auftritt, wenn bestimmte auslösende Faktoren zusammenkommen. Doch genau diese möglichen Auslöser lassen sich mit speziellen ganzheitlichen Massnahmen und einer bewussten Ernährungs- und Lebensweise so beeinflussen, dass die Akne eben NICHT erscheint, auch nicht bei "anfälliger" Haut. Und so sind viele Menschen ganz ohne Medikamente ihre Akne losgeworden, indem sie lediglich eine bestimmte Ernährungs- und Lebensweise praktiziert haben.

Akne – Folge von Hormonüberproduktion

Als eine der Hauptursachen für Akne wird immer wieder eine Überproduktion von Androgenen ins Feld geführt. Androgene sind männliche Hormone, die den Körper zu einer erhöhten Talgproduktion anregen. Wenn die Haut zu viel Talg produziert, können sich die Poren infizieren. Sie entzünden sich. Dies passiert, weil Fremdkörper und Bakterien durch die Talgüberproduktion in den Poren eingeschlossen werden und jetzt die typischen Aknezysten oder sogar schmerzhafte Furunkel entstehen. Eine Überproduktion von Androgenen geschieht jedoch nicht einfach so, sondern hat eine Ursache – und zwar eine Ursache, die in den meisten Fällen jeder selbständig kontrollieren kann.

Akne und der Einfluss des Blutzuckerspiegels

Das empfindliche Gleichgewicht der Hormone wird vom Blutzuckerspiegel beeinflusst. Wenn der Blutzuckerspiegel steigt, dann führt dies zu einem plötzlichen Insulinausstoss und dieser führt wiederum zu einer erhöhten Androgen-Produktion. Wenn der Blutzuckerspiegel sehr stark steigt und dies mehrmals täglich geschieht, dann wird auch mehrmals täglich sehr viel Insulin ins Blut abgegeben, was wiederum in einer regelrechten Androgen-Massenproduktion resultieren kann.

Bei Akne hohen Insulinspiegel vermeiden

Insulin erhöht jedoch nicht nur die Androgen-Produktion und damit die Talgproduktion, sondern hat gleich an mehreren Fronten einen gravierenden Einfluss auf die Entstehung von Akne. Die Bildung von Akne beginnt in den Haarfollikeln durch die gesteigerte Zellteilung von sog. Keratinozyten, das sind die Zellen der Oberhaut (Epidermis). Wie aber kommt es zu dieser GESTEIGERTEN Zellteilung? Insulin fördert die Freisetzung spezieller Stoffe, die man Wachstumsfaktoren nennt. Gerade diese Wachstumsfaktoren aber sind es, die für die übermässige Vermehrung der Keratinozyten verantwortlich sind. Insulin hemmt darüber hinaus gleichzeitig jene Stoffe, welche die gesteigerte Zellteilung hemmen würden. Insulin wird ferner mit der Entstehung von chronischen Entzündungsprozessen – die bei Akne ebenfalls sehr stark vorhanden sind – in Verbindung gebracht.

Fazit: Bei Akne sollten in jedem Fall starke Blutzuckerschwankungen konsequent vermieden werden.

Akne – Zwei Tipps, um den Blutzuckerspiegel niedrig zu halten

Darüber hinaus gibt es noch zwei Tipps, wie der Blutzuckerspiegel – wenn ausnahmsweise Lebensmittel mit hoher GL verzehrt wurden – möglichst schnell wieder in seine Balance gebracht werden kann. Dazu soll die Einnahme von einem oder zwei Teelöffeln Apfelessig (in einem Glas Wasser) gehören.

Ein anderer Trick ist dieser: Nehmen Sie einen Teelöffel voll Ballaststoffe (z. B. Kokosmehl oder Psyllium (Flohsamenschalenpulver)) ein. Ballaststoffe können die glykämische Wirkung mindern und so bei der Stabilisierung des Blutzuckerspiegels helfen.

Akne – Ist die Antibabypille eine Lösung?

Akne weist auf ein Ungleichgewicht im Körper hin, nicht aber auf einen Mangel an synthetischen Hormonen – wie so viele Gynäkologen den Eindruck erwecken möchten. Und so verordnen sie bei Erscheinen des ersten Pickels schon Mädchen im frühen Teenageralter von 12, 13 und 14 Jahren die Antibabypille, um ihnen das sich ankündigende unreine Hautbild zu ersparen. Diese Mädchen schlucken jetzt brav die Pille und die Haut wird wieder schön.

Mit Anfang, Mitte oder spätestens Ende Zwanzig landen dieselben Mädchen nicht selten erneut mit einem Problem beim Gynäkologen. Diesmal sind es die chronischen Kopfschmerzen, die sexuelle Unlust, die Zwischenblutungen, die unerklärlichen Stimmungsschwankungen etc. Die Pille wird probeweise abgesetzt. Die Kopfschmerzen gehen, die sexuelle Lust kommt und die Stimmungsschwankungen verfliegen. Alles könnte perfekt sein. Doch dann erscheint plötzlich die Akne wieder, an die längst keiner mehr gedacht hat. Und so fühlen sich die Frauen, als kehre die Pubertät zu ihnen zurück – zumindest, was das Hautbild betrifft. Gynäkologen empfehlen in solchen Fällen umgehend die Wiedereinnahme der Pille. Diese aber heilt die Akne nicht. Sie unterdrückt sie nur.

Akne und die Scheinwelt der Pille

Der Körper befindet sich während der Pubertät in sehr vielen Bereichen in einer Phase der Veränderung. Auch der Hormonspiegel ändert sich und muss sein neues Gleichgewicht finden – was ihm normalerweise auch im Laufe weniger Jahre gelingt. Wem dazu jedoch die Geduld fehlt und mit synthetischen Hormonen nachhilft, der findet sein hormonelles Gleichgewicht so lange nicht, so lange das Hormonpräparat eingenommen wird. Die Pille gaukelt eine heile Scheinwelt vor.

Wird die Pille dann abgesetzt, findet man sich in der Realität wieder und der Organismus fällt zurück in das hormonelle Ungleichgewicht, das vor der Pilleneinnahme bestand. Der Körper wird zwar jetzt einen neuen Anlauf nehmen, um dieses Ungleichgewicht aus eigener Kraft zu überwinden. Ob er es jedoch auch schaffen kann, hängt von der Geduld der Betroffenen ab. Eines aber sollte klar sein: Eine jahrelang hormonell unterdrückte Akne verschwindet ganz sicher nicht innerhalb weniger Wochen, sondern kann – abhängig von der Lebens- und Ernährungsweise – viele Monate bis hin zu Jahren dauern.

Ist das hormonelle Gleichgewicht dann erst einmal hergestellt, ist frau beides los: die Akne UND die synthetischen Hormone mit all ihren Nebenwirkungen.

Akne durch Progesteronmangel?

Sollte sich die Akne trotz aller Bemühungen nicht bessern, könnte – dies gilt nur für Frauen (nicht für Männer) und hier ganz besonders für Frauen in den Wechseljahren – natürliches Progesteron eine überlegenswerte Alternative sein. Dr. John R. Lee erklärt in seinem Buch "What your Doctor May Not Tell You About Menopause" (zu Deutsch: "Was Ihnen Ihr Arzt über die Wechseljahre NICHT erzählt"), warum manche Frauen im Alter von 30 oder 40 Jahren plötzlich an Akne leiden.

Die bei diesen Frauen vorliegende Androgenüberproduktion komme – laut Dr. Lee – von einem Progesteronmangel aufgrund einer eingeschränkten Eierstockfunktion, was dann in einer gesteigerten Androgenproduktion resultiere. Werde Progesteron (natürliches Progesteron in Form von Cremes oder Ölen) supplementiert, dann reduziere dies automatisch den Androgenspiegel und die Haut werde wieder rein und glatt. Bevor jedoch mit natürlichem Progesteron experimentiert wird, lohnt es sich allemal, einen ausführlichen Blick auf das Verdauungssystem zu werfen.

Akne – Zeichen von überlasteten Ausleitungsorganen

Da die Haut zu einem unserer grössten Entgiftungsorgane gehört, ist sie zur Stelle, wenn andere Ausleitungsorgane wie die Nieren, die Leber und der Darm überfordert sind. Bei schlechter Ernährung, reichlich Zucker, Tabak und/oder Alkohol, wenig Bewegung und kaum Sonnenlicht, fallen mehr Toxine, Säuren und Stoffwechselendprodukte an, als die Ausleitungsorgane ausscheiden können.

Gleichzeitig fehlen die Voraussetzungen für ein kraftvolles Entgiftungsgeschehen (intakte Darmflora, Vitalstoffe, ausreichend Wasser, Sport etc.). Der Körper sucht nach einer Lösung und leitet jetzt die anfallenden Schlackenstoffe über die Notausgänge – die Follikel in der Haut – aus. Pickel, Mitesser, Pusteln und Zysten entstehen. Dieser Prozess kann umgekehrt werden: Mit einer gründlichen Entsäuerung und Entschlackung sowie einer umfassenden Ernährungsumstellung.

Akne – Warum der Darm Akne auslösen kann

Schon vor über siebzig Jahren sprachen die Dermatologen John H. Stokes und Donald M. Pillsbury vom Einfluss des Verdauungssystems auf andere Bereiche des Körpers. Sie prägten den Begriff "Darm-Gehirn-Haut-Achse" und erklärten dies folgendermassen: Emotionaler Stress und ungesunde Ernährung veränderten die gesunde Darmflora, reduzierten die Darmmotilität, erhöhten die krankhafte Durchlässigkeit der Darmschleimhaut und führten zu einer Überhandnahme von Toxinen, was chronische Entzündungen sowie eine erhöhte Insulinresistenz und dies wiederum eine Akne zur Folge haben könnte. Stokes und Pillsbury empfahlen schon seinerzeit die Einnahme von Darmbakterien, um über den Darm die Hautgesundheit wieder herzustellen.

Siebzig Jahre ist eine lange Zeit. Doch erst im Jahre 2011 wurden die Thesen von Stokes und Pillsbury offiziell bestätigt. Bowe und Logan schrieben im Fachmagazin Gut Pathogens: Da die Darmflora und Darmbakterienpräparate chronische Entzündungen positiv beeinflussten, da sie ferner oxidativen Stress reduzierten, zur Regulierung des Blutzuckerspiegels und des Fettgehalts der Haut beitrugen und sogar die Stimmungslage heben konnten und alle diese Faktoren bei der Entstehung der Akne eine herausragende Rolle spielen, habe der Zustand der Darmflora und des Darmes ausserordentlichen Einfluss auf die Gesundheit der Haut und damit auf die Heilung einer Akne.1

Folglich gehört die Darmsanierung zu den allerersten Schritten einer umfassenden Akne-Therapie.

Akne in der Schulmedizin: Antibiotika und "Meister Propper"

Bei Akne werden von schulmedizinischen Hautärzten oft Antibiotika verordnet. Damit sollen die bei Akne erscheinenden Bakterien vertrieben werden. Natürlich weiss man, dass die Bakterien nicht die Ursache für Akne sind, sondern dass sie lediglich zum Symptombild von Akne gehören. Da man jedoch keine andere Idee hat, was man sonst machen könnte, werden eben – wie so oft – auch hier Antibiotika verschrieben. Mit viel Glück lässt sich die Akne damit in die Flucht schlagen – meist jedoch (wenn überhaupt) nur kurzfristig und in jedem Fall mit den antibiotikatypischen Nebenwirkungen, nämlich möglichen Verdauungsstörungen und der Beeinträchtigung der Darmflora. Da jedoch gerade eine intakte Darmflora ganz besonders mit der Hautgesundheit in enger Verbindung steht, darf die Sinnhaftigkeit einer solchen Therapie in Frage gestellt werden.

Herkömmliche Akneprodukte, die äusserlich angewendet werden sollen, sind dagegen oft so stark, dass man sie sicherlich hervorragend zum Schrubben eines Garagenbodens einsetzen könnte, nicht aber für die Pflege einer stark irritierten und empfindlichen Haut.

Das ganzheitliche Akne-Konzept dagegen ist sanft und wirksam zugleich. Es lohnt sich! Suchen Sie sich die für Sie passenden Elemente aus und starten Sie durch .

Ich berate Sie gern!